Die Fischgründe

Gestern war er wieder – der Tag der Leerung der Meere. Aufgrund uralter Fastenvorschriften eines levantinischen Fischervereines essen Abermillionen von Christen nicht nur am Aschermittwoch kein Fleisch, aber Fisch ist erlaubt. Das wird von vielen an diesem und dem zweiten Hardcore-Fastentag sowie in den etwa 40 Tagen dazwischen praktiziert. Die Ernährungsbetriebe wissen das und bieten zum Auftakt im Speiseplan 4 Fischgerichte, davon 3 mit Seefischen an, über 500 Kilometer vom nächsten Meer weg. Ein Gericht enthielt gar kein Fleisch, ein weiteres gab es tatsächlich mit Fleisch eines Landtieres, Hähnchenpiccata. Und von gestern gab es noch – solange der Vorrat reicht – ein Cordon Bleu vom Schwein, das stand nicht auf dem Plan. Am Tisch, an dem ich saß, nahmen 6 Personen das Fischgericht, einer das Vegetarische, und ich Hähnchenpiccata. Man kann es kindisch finden, aber ich wollte mich so von den Katholiken abgrenzen. Immerhin ist diese nette Organisation ja offiziell der Meinung, ich würde ihnen angehören, da einer ihrer Funktionäre mir mal Wasser drübergekippt haben soll, daran kann ich mich aber nicht mehr erinnern.

Aber ich schweife ab: Fisch ist für viele Menschen gerade in den ärmeren Regionen der Welt die einzige Ernährungsgrundlage und wird aufgrund der Überfischung weltweit knapp und teuer. Für mich heißt das: Die Katholiken (und andere) essen sich ohne Maß und ohne Verstand am Essen vieler schwächerer Menschen satt und erklären das auch noch mit Verzicht.

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